Hunde-Haftpflicht: Nicht immer Pflicht, aber immer sinnvoll

Wie bereits berichtet ist die Übergangsfrist für Hundehalter in Berlin nun abgelaufen: Jeder Halter eines Hundes muss nachweisen, dass er über eine Hunde-Haftpflichtversicherung verfügt. In anderen Bundesländern gelten derlei scharfe Vorschriften wenn überhaupt dann nicht für alle Hunde. Was allerdings nicht bedeutet, dass eine Hunde-Haftpflicht nicht trotzdem sehr sinnvoll und empfehlenswert für jeden Hundehalter ist.

Im Gegensatz zu Berlin ist eine Haftpflichtversicherung etwa in Nordrhein-Westfalen nur für Halter von als gefährlich eingestuften Tieren verpflichtend. Genau genommen gilt die Versicherungspflicht nur für Halter von Tieren, die schon einmal aufgefallen sind, etwa durch aggressives oder beißfreudiges Verhalten. Daneben gilt die Pflicht in NRW auch für Halter von bestimmten Rassehunden, die i.A. als gefährlich gelten, und für Halter von großen Hunden. Zu ersteren zählen etwa Bullterrier oder American Staffordshire Terrier, zu letzteren alle Hunde mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm und/oder einer Schulter- bzw. Widerristhöhe von mehr als 40 Zentimetern.

Auch wenn für einen Hund keine Versicherungspflicht besteht raten Experten dringend dazu, trotzdem eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die eigene Haftpflichtversicherung leistet nämlich entgegen der Annahme vieler Hundebesitzer nicht, wenn Bello die Fahrradreifen des Nachbarn durchkaut oder Dinge am bzw. im Haus beschädigt. Allzu schnell ist es auch passiert, dass jemand über die Leine stolpert und sich im schlimmsten Fall Fuß oder Bein bricht. Besonders unangenehm wird es, wenn Wuffi den Briefträger oder einen anderen Menschen aus Angst beißt oder sich losreißt und auf die Straße läuft, wo er ganz leicht einen Verkehrsunfall verursachen kann. Dann handelt es sich nicht mehr um Sachschäden, sondern um Personenschäden, die leicht sehr teuer werden können. Zumal der Hundehalter mit seinem gesamten privaten Vermögen haftet, sofern kein ausreichender Versicherungsschutz vorhanden ist.
Fazit: Mit einem Hund, der im Gegensatz zu anderen Haustieren Herrchen und Frauchen auch in der Öffentlichkeit begleitet, kann einfach immer etwas passieren. Verantwortungsbewusste Hundehalter schließen daher eine Hundehaftpflicht ab.

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Kommentare

  1. Sabrina meint:

    Ich kann dem Artikel nur voll zustimmen: Eine Hundehaftplichtverischerung ist immer sinnvoll. Absolut! Ich denke, die ganze Sache kann recht tückisch sein. Man denkt, ach, mein kleiner Hund der tut ja niemandem was. Klar, das mag sein, aber was, wenn er mal auf die Straße rennt und einen Unfall verursacht?

    Das kann auch bei der besten Hundeerziehung mal passieren. Ja, und dann steht man dumm da.

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