Haftpflichtversicherung für Hebammen: Dauerhafte Lösung muss gefunden werden

Schon mehrfach haben wir hier im Blog über die Problematik mit dem Beitrag der Haftpflichtversicherung für Hebammen berichtet. Diese besteht im Wesentlichen darin, dass der Versicherungsbeitrag in den vergangenen Jahren signifikant in die Höhe geklettert ist. Er hat sich vervielfacht und beläuft sich mittlerweile auf einen Beitrag, der deutlich überhalb der Grenze von 3.000 Euro liegt.

Aufgrund dieser enormen finanziellen Belastung befinden sich immer weniger selbständig arbeitende Hebammen in der Lage, ihren Beruf auszuüben. Der Versicherungsbeitrag ist schlichtweg zu hoch bemessen, weshalb sie sich zur beruflichen Neuorientierung gezwungen sehen oder sie auf feste Anstellungen in Krankenhäusern hoffen müssen.

Weil die eigentliche Problematik in den vergangenen Jahren schon mehrfach für Schlagzeilen sorgte, wurde die Politik aktiv und konnte letztlich bewerkstelligen, dass ein Teil des Beitrags von der Krankenversicherung übernommen wird. Auch nun bzw. zu Beginn des neuen Jahres hat sich der GKV Spitzenverband zu Wort gemeldet und angekündigt, die Mehrkosten wieder tragen zu wollen.

Vorerst ist dies eine Nachricht, die einigermaßen beruhigt. Allerdings ist die Lösung nicht von Dauer. Daher werden Forderungen nach einer besseren Lösung laut. Insbesondere ein Haftungsfonds befindet sich im Gespräch. Auch mehrere Politiker favorisieren diese Lösung: Es könnte ein solcher Fonds geschaffen werden, der eine Absicherung für angeschlossene Hebammen schafft. Doch ob und wie schnell ein solcher Fonds kommen wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand sagen.

Fakt ist lediglich, dass Hebammen die mitunter höchsten Beiträge in der beruflichen Haftpflichtversicherung zu zahlen haben. So mancher Manager wird womöglich anmerken, dass sein Beitrag zur Berufshaftpflichtversicherung ebenfalls so hoch bemessen ist oder sogar noch höher liegt, allerdings kann diese Berufsgruppe auch auf ein wesentlich höheres Einkommen blicken.

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