Haustiere sind nicht grenzenlos versichert

Für zahlreiche Personen ist es vollkommen normal, Haustiere zu haben. Hund und Katze sind äußerst verbreitet und daher in zahlreichen Häusern und Wohnungen anzutreffen. Die Tiere werden gehalten, um Lebensfreude zu bereiten – allerdings können sie manchmal auch Schäden verursachen, für welche der Tierhalter aufzukommen hat.

Häufig gehen Tierbesitzer davon aus, dass sie aufgrund ihrer privaten Haftpflichtversicherung ausreichend abgesichert sind bzw. diese im Schadensfall aufkommt. Allerdings gilt es zu wissen, dass gewisse Grenzen existieren. So hat es erst kürzlich in Landgericht entschieden: Die private Haftpflichtversicherung der Klägerin muss die Kosten nicht tragen.

Im konkreten Fall ging es um Katzenurin. Nach dem Auszug einer Mieterin stellte der Vermieter fest, dass die Katze der Frau gewisse Spuren hinterlassen hat. Urin zog in einige Teile von Boden und Sockelleisten ein, sodass diese ersetzt werden mussten. Die hiermit verbundenen Kosten wollte die ehemalige Mieterin nicht tragen und wollte daraufhin ihre Versicherung in Anspruch nehmen. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass die Frau schlichtweg hätte besser aufpassen müssen und der Versicherer daher nicht zu zahlen braucht.

Zu diesem Thema möchten wir anmerken, dass Haustiere durch die private Haftpflichtversicherung ohnehin nur bedingt eingeschlossen sind. Es gibt klare Grenzen, sodass bei größeren Schäden ohnehin nicht mit einer Absicherung zu rechnen ist. Nicht umsonst gibt es extra Tierhalterhaftpflichtversicherungen. Ein solcher Versicherungsschutz lässt sich für Katzen zwar nicht abschließen, für Hunde hingegen schon. Allerdings hätte auch eine Tierhalterhaftpflichtversicherung im besagten Fall wohl kaum bezahlt – hier hätte die Tierhalterin schlichtweg besser aufpassen und ggf. sauber machen müssen, um die Entstehung des Schadens zu verhindern.

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