Welche Versicherung hilft beim Sturmschaden?

Welche Versicherung hilft beim Sturmschaden?

Diese Fragen stellen sich die meisten Betroffenen.

Auch in Deutschland nehmen die Stürme an Häufigkeit und Intensität zu. Oft sind nach einem Sturm regelrechten Verwüstungen entstanden, mitunter gibt es leider auch Verletzte und Tote.

Vielen Betroffenen stellt sich nach dem ersten Schock die Frage, wer bezahlt für meine Schäden?

In der Regel handelt es sich meist um drei mögliche Arten der Schädigungen: um Schäden am eigenen Haus, an dessen Einrichtung und um Schäden an Objekten außerhalb des Hauses, wie zum Beispiel dem Auto.

Für die Regulierung von Sturmschäden sind grundsätzlich die Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen zuständig. Die Gebäudeversicherung deckt hierbei die Schäden der Immobilie ab. Die Hausratversicherung kommt für Schäden am Inventar auf und die Kfz-Teil- und Vollkaskoversicherungen reguliert die Schäden am Fahrzeug.

Die meisten Versicherungsgesellschaften sprechen von Sturmschäden ab Windstärke acht, das entspricht einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 Kilometern pro Stunde. Einige Gesellschaften ersetzen Schäden dagegen erst ab Windstärken im zweistelligen Bereich. Daher ist ein Blick in den aktuellen Versicherungsschein immer ratsam, denn ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft ist möglicherweise sinnvoll.

Auch beim Autoschaden entscheidet die Windstärke darüber, welche Versicherung zuständig ist. Für Sturmschäden, also ab Windstärke 8, hat die Teilkasko-Versicherung geradezustehen. Indes fallen Schäden bei Windstärke sieben oder weniger in den Bereich der Vollkasko-Versicherung. Beschädigungen und Zerstörungen durch Hagel, sind wiederrum über die Teilkasko abgesichert.

Wenn durch einen Sturm jedoch das Hab und Gut Dritter beschädigt wird, stehen Haftpflichtversicherungen für den jeweiligen Bereich zur Verfügung. Dem Eigentümer eines selbstbewohnten Hauses steht seine Haftpflichtversicherung zur Seite. Reißt der Sturm einen Dachziegel von einem Mehrfamilienwohnhaus, werden dadurch entstehende Schäden durch die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung reguliert. Wird allerdings ein Blumentopf vom Balkon geweht und verletzt einen Mitmenschen oder beschädigt anderes Eigentum, sollte ein Mieter über eine private Haftpflichtversicherung verfügen, ansonsten können ihm beachtliche finanzielle Schäden drohen, die er dann selbst von seinem privaten Vermögen, begleichen muss.

Wer durch einen Sturm ohne Fremdverschulden zu einem körperlichen Schaden kommt, wendet sich zunächst an seine Krankenkasse. Für Unfälle auf dem Arbeitsweg ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig, in schweren Fällen auch die gesetzliche Rentenversicherung oder eine private Berufsunfähigkeitsversicherung.

Jeder durch einen Sturm entstandene Schaden sollte zunächst möglichst gemeldet werden. Außerdem empfiehlt es sich, Beschädigungen so genau wie möglich zu dokumentieren, am besten auch mit aussagefähigen Fotos. Möglicherweise sollte man den Schaden bis zu einer Begutachtung unverändert lassen. Dem geht aber immer voraus, der Betroffene in jedem Fall selbst dafür Sorge zutragen hat, dass der Schaden so klein wie möglich bleibt.

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