Reiserücktrittsversicherung, falls etwas Gravierendes dazwischen kommt

Die Osterferien stehen vor der Tür. Rund um das Thema Urlaub und Reisen gibt es die verschiedensten Versicherungen, um finanzielle Belastungen zu tragen. So gibt es zum Beispiel Reiseabbruchversicherung und Reiserücktrittversicherung, wobei der einzige Unterschied der Zeitpunkt der Zuständigkeit ist. Auch die Versicherungen für Hausrat und Haftpflicht sind auf Reisen hilfreich. Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die fahrlässig verursacht werden.

Viele Urlauber buchen nun ihre Reisen oder haben dies bereits getan. Beim Buchen einer Reise möchte keiner daran denken, dass die Reise platzen könnte. Kommt jedoch etwas dazwischen, ist es gut, versichert zu sein.

Eine Reiser­ücktritts- und Reise­abbruch­versicherung über­nimmt die Storno­kosten und die Kosten,die entstehen, wenn ein Urlauber vorzeitig zurück­fahren oder den Aufenthalt über­raschend verlängern muss. Die Rundum­tarife (Reiser­ücktritts- und Reise­abbruch­versicherung ) sind zwar etwa 20 Prozent teurer als die Tarife, bei denen nur der Rück­tritt von einer Reise versichert ist, sind sie jedoch sinnvoll und zu empfehlen. Preiswert ist der Schutz sowieso nicht. Bei Reisekosten von 500 € liegen die Beiträge zwischen 20-40 €, bei einer Reise nach Spanien für 2500 € kann der Rundum-Sorglos-Schutz schon bei 270 € liegen.

Wenn ein Ereignis eintritt, dass dazu führt, dass die Reise nicht angetreten werden kann, reicht es jedoch nicht aus einfach abzusagen, denn der Grund für eine Absage muss triftig sein und unerwartet eintreten. Zulässige Gründe sind meist eine schwere Erkrankung oder ein schwerer Unfall des Reisenden, Tod, Schaden am Eigentum durch Einbruch­diebstahl oder andere größere Schäden. Doch auch ein über­raschender Jobwechsel, der Verlust des Arbeits­platzes und Natur­katastrophen am Urlaubs­ort sind meist abge­deckt. Zu beachten ist, dass es beim Krankheitsfall sich tatsächlich um eine unerwartete, schwere Krankheit handeln muss.Bei einer chronischen Erkrankung, die nur plötzlich akut wird, berufen sich Versicherer oft darauf, dass die akute Erkrankung nicht unerwartet war und zahlen nicht. Das ist leider kein spezielles Problem bei einigen Versicherern, sondern betrifft nahezu alle Versicherungsgesellschaften. Daher gibt es auch häufig Streit darüber, ob eine Krankheit unerwartet ist oder nicht. Stiftung Warentest empfiehlt dem chronisch Kranken vor einer Buchung den Arzt zu konsultieren; unter strengen Voraussetzungen akzeptieren Versicherer, dass ein Kunde absagt, wenn sich eine vorhandene Krankheit verschlechtert. Hierbei muss jedoch der Arzt die Reisefähigkeit und den stabilen gesundheitlichen Zustand zum Zeitpunkt der Reisebuchung bestätigt haben.

Die Reiser­ücktritts- und Reise­abbruch­versicherungen zahlen auch, wenn soge­nannten Risikopersonen etwas geschieht. Risikopersonen sind Menschen, die nicht mitreisen, aber den Reisenden nahe­stehen, wie zum Beispiel Ehe- oder Lebens­partner, Kinder, Eltern, Stief­eltern und -kinder, Groß­eltern und Enkel sowie Geschwister, Schwieger­eltern und -kinder, Schwager und Schwägerin. Die Definition von Risik­opersonen ist allerdings sehr unterschiedlich.

Der überwiegende Teil der Reiser­ücktritts- und Reise­abbruch­versicherungen wird in den Reisebüros direkt bei der Buchung abgeschlossen. Doch auch hier sollte man sich als Verbraucher erst einmal gut informieren und die verschiedenen Leistungen prüfen. Ein späterer Abschluss im Reisebüro ist immer noch möglich, hat dann aber den Vorteil, dass man weiß, auf was man Wert legt.

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