Motorrad-Haftpflicht sollte auch im Ausland gelten

Wenn es um den Versicherungsschutz für Kraftfahrzeuge geht, bemühen sich viele Personen darum, ihre Kosten so gering wie möglich zu halten. Hiergegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, solange der eigentliche Schutz nicht zu kurz kommt bzw. alle benötigten Leistungen enthalten sind. Doch genau dies kann manchmal passieren. Einige Kraftfahrer sparen zu sehr, wodurch sie wiederum Risiken eingehen – und das teilweise sogar unbewusst.

Gerade beim Motorrad kommt dies häufiger vor. Gefahren werden Motorräder meist eher zur Freizeitbeschäftigung bzw. zum Vergnügen, ein bedeutsames Kraftfahrzeug mit Nutzcharakter sind sie eher selten. Dementsprechend liegt meist nur eine Saisonzulassung vor und beim Versicherungsschutz wird gespart. Oft fängt es bereits beim Haftpflichtschutz, der in der günstigsten Variante gewählt wird.

Solch eine Vorgehensweise ist jedoch riskant, denn manchmal fehlen Leistungen, die eigentlich benötigt werden. Ein gutes Beispiel ist ein Haftpflichtschutz, der auch im Ausland gilt. Immerhin gibt es viele Biker, die Touren in das Ausland unternehmen. Selbst im Rahmen von Wochenendausflügen kann es passieren, dass man zeitweise im Ausland unterwegs ist. Sollte dort kein Versicherungsschutz gelten, wird es im Ernstfall mehr als problematisch. Der Versicherer braucht nicht zahlen, wodurch hohe Kosten drohen und womöglich sogar die finanzielle Existenz in Bedrohung gerät.

Dieses Risiko sollte niemand eingehen – und schon gar nicht aus Kostengründen. Die Mehrkosten, die mit solch einem Versicherungsschutz in Verbindung stehen, sind mehr als überschaubar. Sie betragen meist weniger als der Preis für eine Tankfüllung, sodass im Grunde nicht lange überlegt werden muss, ob sich ein Abschluss empfiehlt. Ein Verzicht auf den Schutz im Ausland sollte nur in Frage kommt, wenn absolut gewiss ist, dass man mit seinem Motorrad auch mit Gewissheit keine Touren auf ausländischen Straßen unternehmen wird.

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