Aufgepasst beim Umgang mit geliehenen Sachen

Der Hauptgrund, weshalb sich viele Personen für den Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung entscheiden, ist ein ganz simpler. Sie möchten sicherstellen, dass sie finanziell abgesichert sind, sofern sie das Eigentum anderer beschädigen. Hierbei wird vor allem an kleinere Schadensfälle gedacht, die oft durch Missgeschicke zustande kommen.

Ein solcher Schutz ist aber nicht immer gewährleistet – ob er tatsächlich besteht, hängt ganz vom jeweiligen Sachverhalt an. Ein besonders Thema ist zum Beispiel die Beschädigung oder Zerstörung von Dingen, die man selbst nur geliehen hat. Die meisten Versicherungsnehmer nehmen an, dass sie im Falle einer Beschädigung versichert sind, schließlich handelt es sich bei der jeweiligen Sache nicht um ihr Eigentum.

Allerdings vertreten die meisten Versicherer eine vollkommen andere Sichtweise. In deren Versicherungsbedingungen ist häufig festgehalten, dass Leihsachen dem Eigentum gleichgesetzt werden. Ob die einzelnen Sachen privat, wie zum Beispiel von Freunden geliehen werden oder sie von kommerziellen Anbietern stammen, macht dabei keinen Unterschied. Sobald eine Gleichstellung von Leihsachen mit Eigentum erfolgt, wird der Versicherer im Ernstfall die Leistung einer Entschädigungszahlung verweigern.

Leider sind sich viele Personen hierüber nicht im Klaren, was umso schlimmer ist, wenn sie sich besonders kostspielige Sachen leihen. Im Schadensfall drohen immense Kosten, die nicht unbedingt leicht zu stemmen sind. Dementsprechend ist es umso wichtiger, den Sachverhalt bzw. Umfang des Versicherungsschutzes zu kennen.

Übrigens: Es gibt private Haftpflichtversicherungen, deren Schutz auch Leihsachen einschließt. Allerdings ist solch eine Leistung oft an einen höheren Beitrag gekoppelt oder es können ergänzende Einschränkungen bestehen, die beispielsweise einen höheren Selbstbehalt vorsehen.

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