Anpassung der Regionalklassen bringt kaum Änderungen im Haftpflichtumfeld mit sich

Einmal pro Jahr werden Versicherungsfälle in der Kfz-Versicherung ausgewertet, um darauf basierend zu prüfen, ob Anpassungen der Regional- und Typklassen erforderlich sind. Alle Anbieter ziehen mit, koordiniert wird das Vorhaben vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV).

Erst vor wenigen Tagen wurden die neuen Regional- und Typklassen, die ab dem nächsten Jahr gelten, vom Verband mitgeteilt. Ein Blick auf die Zahlen verrät, dass es vergleichsweise wenige Änderungen gibt. Nur rund ein Vierteil der Zulassungsbezirke ist betroffen, sodass die Mehrheit der Fahrzeughalter nicht mit Anpassungen der Regionalklasse rechnen muss. Zumindest gilt dies für den Bereich der Haftpflichtversicherung.

Sollte es zu einer Änderung kommen, muss dies nicht automatisch schlecht sein – schließlich muss sich die entsprechende Klasse nicht verschlechtern, auch Verbesserungen sind möglich. Dementsprechend werden nur wenige Kraftfahrer ab dem nächsten Jahr ihre Regionalklasse für einen Anstieg der Versicherungsbeitrags verantwortlich machen können.

Ein wenig anders ist die Situation im Bereich der Kaskotarife. Dort wurden mehr Regionalklassen geändert, allerdings ist das Verhältnis äußerst ausgeglichen, d.h. rund die Hälfte der Klassen wurde besser eingestuft, die andere Hälfte schlechter. Die Anpassungen werden von den Versicherern meist zeitnah kommuniziert, sodass Versicherungsnehmer in den kommenden Wochen überprüfen können, ob es Auswirkungen auf ihre Beitragshöhe gibt.

Übrigens: Die Möglichkeit eines Versicherungswechsels ist bis Ende November gegeben – zumindest muss eine bestehende Versicherung bis dahin gekündigt sein, damit pünktlich zum ersten Januar des Folgejahres der Wechsel in eine andere Versicherung erfolgen kann. Die Konditionen wurden von etlichen Versicherern schon angepasst, sodass augenblicklich gute Möglichkeiten bestehen, um den Beitrag zu senken.

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