Oktoberfest: Private Haftpflichtversicherung ist kein Freischein zum Trinken

Jahr für Jahr zieht das Oktoberfest unzählige Menschen aus aller Welt an, die in der Hauptstadt von Bayern ordentlich feiern möchten. Hierbei fließen bekannterweise große Mengen an Alkohol, weshalb das Fest auch über eine dunkle Seite verfügt. Während der Festtage befinden sich fortlaufend Sicherheitskräfte und Sanitäter sowie weitere Hilfskräfte im Einsatz, um für die Sicherheit der Festbesucher zu sorgen.

Doch leider können sich die Helfer nicht um alles kümmern, weshalb es rund um das Fest immer wieder zu Schlägereien und ähnlichen Vorfällen kommt. Die Beteiligten stehen häufig unter dem Einfluss von Alkohol – und genau den nehmen sie im Ernstfall gerne als Ausrede, um ihr Verhalten zu entschuldigen. Doch ganz so einfach ist die Situation dann doch nicht. Nur weil jemand unter dem Einfluss von Alkohol steht, kann er nicht tun und lassen was er möchte. Wer dennoch über die Stränge schlägt, muss mit Konsequenzen rechnen. Die können je nach Sachverhalt sehr ernst sein und beispielsweise hohe Kosten nach sich ziehen.

Interessanterweise gibt es Personen, die der festen Überzeugung sind, sie könnten im Ernstfall auf den Schutz ihrer Versicherung zählen. Im Grunde soll dies auch so sein, allerdings muss insbesondere die private Haftpflichtversicherung nicht immer zahlen. Wer zum Beispiel Alkohol konsumiert und im Anschluss randaliert, sollte nicht davon ausgehen, dass die Kosten des Schadens vom Versicherer getragen werden.

Es gibt Policen, die auch dann zahlen, wenn der Versicherungsnehmer unter dem Einfluss von Alkohol steht. Einen Freischein gibt es jedoch auch hier nicht, wie mittlerweile sogar einige Gerichtsurteile belegen. Wer zum Beispiel stark alkoholisiert ist und dann mit Vorsatz das Eigentum anderer Personen beschädigt, muss für sein Fehlverhalten selbst geradestehen und die Kosten aus eigener Tasche bezahlen.

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