Kinder feiern Halloween – bei Sachbeschädigung hilft die Haftpflichtversicherung nicht

Lange Zeit kannten wir in Deutschland das Halloween-Fest lediglich aus dem TV. Doch in den vergangenen Jahren hat sich dies verändert, inzwischen ist ein regelrechter Halloween-Trend entstanden, dem immer mehr Kinder nachgehen. Vor allem in den Großstädten ist er inzwischen verbreitet, Erwachsene dürfen sich daher nicht wundern, wenn gruselig verkleidete Kinder bei ihnen vor der Türe stehen und Süßigkeiten einfordern.

Doch nicht immer trifft der Trend auf Zuspruch, zumal es viele Personen gibt, die Halloween schlichtweg nicht kennen und deshalb den Kindern nichts geben. Diese wissen sich umgehend zu rächen, indem sie Streiche spielen – und die können manchmal teuer enden. Sehr verbreitet ist zum Beispiel das Werfen fauler Eier: Sollten sich Bewohner eines Hauses nicht ersichtlich zeigen, werden Wände mit Eiern beworfen.

Ein derartiges Verhalten ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, weshalb Eltern gut damit beraten sind, ihre Kinder im Vorfeld umfassend zu informieren. Immerhin haben Eltern eine Aufsichtspflicht, die sich nicht verletzen dürfen – kommt es zur Verletzung dieser Pflicht, so müssen sie für den Schaden aufkommen, den ihre Kinder verursacht haben.

Einige Eltern sind der Meinung, sie seien über die private Haftpflichtversicherung ausreichend abgesichert. Diese Annahme ist jedoch falsch, der Versicherungsschutz verkörpert in diesem Fall keinen Freibrief. Für Schäden dieser Art springt die Versicherung nicht ein, immerhin gehen die Kinder zielstrebig vor, d.h. Schäden werden wissentlich bzw. mit Vorsatz verursacht. Die Hausratversicherung zahlt daher nicht, stattdessen haben die Eltern für den entstandenen Schaden aufzukommen.

Allerdings muss es nicht soweit kommen. Am besten ist es, wenn sich Eltern ausreichend Zeit nehmen und ihre Kinder im Vorfeld informieren. Eine gezielte Aufklärung hilft dabei, die Entstehung von Schäden gezielt zu vermeiden.

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