Private Haftpflichtversicherung umstellen

Der generelle Versicherungsbedarf verändert sich stetig und passt sich den Lebensbedingungen an. So verändern sich auch die Versicherungstarife. In der privaten Haft­pflicht­versicherung hat sich auch vieles geändert und die Tarife sind ein weiteres Mal besser geworden. Bei Finanztest sind genau 111 Angebote mit „sehr gut“ bewertet worden. Vier Tarife kommen sogar auf die Traumnote 0,7. Auch ist der „fast perfekte Schutz“ nicht einmal sehr teuer. Ab 96 Euro im Jahr ist er nach Angaben von Finanztest zu haben. Und auch wer eine private Haft­pflicht­versicherung schon hat, sollte über eine Umstellung nachdenken. Denn wenn eine Police älter als 5 Jahre ist, kann es sein, dass es häufig bei einer Umstellung in einen neuen Tarif sehr wahr­scheinlich güns­tiger wird und die Leistungen oft wesentlich besserer sind.

Grundsätzlich sollen private Haft­pflicht­versicherungen vor den potenziell ruinösen finanziellen Folgen kleiner Fehler schützen. Jedem kann es passieren. Beim Aufräumen des Balkons rutscht ein Blumenkübel aus der Hand und stürzt in die Tiefe. Eine Kerze setzt den Tisch in Brand. Vier- oder manchmal auch fünf­stel­lige Beträge sind in solchen Fällen oft nötig, um den Schaden zu beheben. Wird jemand dann noch schwer verletzt und trägt bleibende Schäden davon, sind im Einzel­fall sechs­stel­lige oder noch höhere Summen zu zahlen. Daher meinen wir, wie auch Finanztest: Den Schutz braucht jeder! Er ist sogar wesentlich wichtiger als die Hausrat- oder Rechts­schutz­versicherung.

Minimum bei einer Police sollte der von Finanztest definierte Grundschutz sein. Die Mindest­versicherungssummen sind im aktuellen Test erst­mals 5 Millionen Euro. Vor dem (9/2012) reichten drei Millionen. Aber nach über zehn Jahren und stattlichen Preissteigerungen vor allem bei ärztlichen Behandlungen und Medikamenten, wie auch in der Baubranche, war die Aufstockung über­fällig. Dabei bewertet Finanztest die Versicherungs­summe stärker als in den vergangenen Haft­pflicht-Vergleichen. Die Tarife, die Schutz über das von Finanztest geforderte Minimum hinaus anbieten, bekamen Plus­punkte.

Eine ganze Reihe von Angeboten bietet sogar Schutz, wo eigentlich gar kein Haftungs­risiko besteht zum Beispiel bei:

  • Eltern kleiner, deliktunfähiger Kinder müssen oft nichts zahlen, wenn die etwas kaputt machen.
  • Gefäl­ligkeiten. Auch für Miss­geschicke bei Gefäl­ligkeiten oder für Schäden an geliehenen Sachen muss normaler­weise niemand zahlen, wenn er etwas kaputt macht. Doch die meisten Menschen sehen sich dennoch in der Pflicht. Ihnen helfen Versicherungen, die auch in solchen Fällen zahlen.
  • Forderungs­ausfall. Selten, aber im Ernst­fall ebenfalls die Rettung. Die Forderungs­ausfall-Deckung. Die Versicherung zahlt dann, wenn der Versicherte selbst einen Schaden erleidet und es ihm nicht gelingt, vom Verantwort­lichen Schaden­ersatz zu bekommen.

Die Ergebnisse des Finanztest-Vergleichs sind überaus erfreulich. Viele Tarife sind viel besser als der Finanztest-Grund­schutz. Die vier Spitzenreiter glänzen, wie schon erwähnt, mit der Note sehr gut (0,7) und lassen bei den getesteten Leistungen kaum noch einen Wunsch offen. Die Versicherungssummen liegen mittlere Weile bei bis zu 50 Millionen Euro. Der Spitzen­schutz ist ab 96 Euro im Jahr zu haben, für genau die Hälfte ist die güns­tigste sehr gute Privathaft­pflicht­versicherung jedoch auch schon zu erhalten.

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