Wann beim Auto von der Kaskoversicherung in einen Haftpflichttarif wechseln?

Ein Auto will gut versichert sein, denn sollte es beschädigt oder gar zerstört (Stichwort Totalschaden) werden, drohen immense Kosten. Nicht jedermann befindet sich in der Lage, auf Anhieb einen neuen Pkw zu erwerben – gerade in solchen Fällen ist eine gute Kfz-Versicherung ungemein hilfreich. Allerdings wird ein Kaskoschutz benötigt, damit im Ernstfall mit finanzieller Unterstützung vom Versicherer zu rechnen ist. Der Vollkaskoschutz ist zweifelsohne die beste Wahl, denn selbst wenn man selbst die Schuld an einem Unfall trägt, werden die Kosten vom Versicherer getragen.

Natürlich hat solch ein Versicherungsschutz seinen Preis. Ab einem bestimmten Alter des Fahrzeugs kann daher der Gedanke aufkommen, den Kaskoschutz zu kündigen. Vor allem jüngere Menschen, wie zum Beispiel Schüler oder Studenten, schaffen sich oft sehr preiswerter Autos an. Hierbei kommt manchmal die Frage auf, ob sich eine Kaskoversicherung überhaupt lohnt – womöglich liegt der Versicherungsbeitrag höher als der Preis, der für den Pkw bezahlt wurde.

In solch einem Fall ist die Frage, ob man einen Kaskoschutz wählen oder sich mit einem Haftpflichtschutz zufriedengeben soll, relativ leicht zu beantworten. Sofern die Prämie höher als der Pkw-Preis liegt, ist es oftmals so, dass der günstigere Haftpflichtschutz genügt. Doch nicht immer ist die Situation so einfach. Oft ist das Auto bereits per Kaskoschutz versichert, doch weil der Wertverlust fortschreitet, wird über einen Wechsel in den ausschließlichen Haftpflichtschutz nachgedacht.

Leider lässt sich pauschal nicht sagen, ab welchem Zeitpunkt ein Wechsel zu empfehlen ist. Stattdessen kommt es ganz auf die persönliche Situation an, sprich vor allem der gegenwärtige Restwert des Pkws spielt eine große Rolle. Dasselbe gilt für die Einkommenssituation und die Ersparnisse. Wer zum Beispiel über große Ersparnisse verfügt, kann sich im Notfall bzw. nach erfolgtem Schaden problemlos einen neuen Pkw erwerben – andere können dies unter Umständen nicht, sodass es weiterhin sinnvoll sein kann, am Kaskoschutz festzuhalten.

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