Asylanten fehlt die Haftpflichtversicherung

Ein großes Problem, mit dem sich bisher keiner wirklich beschäftigt hat, ist die Frage, ob Asylbewerber eine Haftpflichtversicherung haben. Natürlich haben sie keine, was verheerende Folgen mit sich bringen wird. Die Million(en) von Flüchtlingen haben bisher noch nicht einmal etwas von einer privaten Haftpflichtversicherung gehört.

Schon im Jahre 2014 gab es einen Vorfall zwischen einem Asylbewerber in Geisenfeld, der auf seinem Fahrrad mit defekten Bremsen in ein Auto gefahren ist. Dem Fahrzeughalter entstand beim Zusammenprall ein Schaden von knapp 5.000 Euro, den der Asylant nicht zahlen konnte. Dann ist über die Vollkasko der Schaden reguliert worden. Für den Geschädigten bedeutete das, eine Eigenbeteiligung in Höhe von 500 Euro, die Kürzung des Schadenfreiheitsrabatts und höhere Beiträge in den Folgejahren.

Dass die wichtigen Versicherungen wie bei Krankheit oder Haftpflicht für jeden Bürger absolut notwendig sind, wird aus verschiedenen Kreisen immer wieder gefordert. Doch verlaufen diese Forderungen immer wieder im Sand.

In einigen Orten Deutschlands hat man das Problem schon erkannt und daher sämtliche dort untergebrachte Asylbewerber haftpflichtversichert.

Gemeldet werden müssen die Asylanten zu den halbjährlichen Stichtagen 1. Juli und 31. Dezember.

Seit Anfang 2015 geht der Bayerische Landessportverband (BLSV) mit Asylanten ähnlich um, nehmen sie am Sportangebot eines Vereins teil, erhalten sie automatisch und ohne Mitgliedschaft den vollen Versicherungsschutz der ARAG Sportversicherung. Der Vereinskassier muss diese nicht einmal namentlich nach München in die BLSV-Zentrale melden. Vereinsmitglieder müssen die Asylbewerber erst dann werden, wenn sie an Wettkämpfen oder am Spielbetrieb teilnehmen wollen.

Praktisch könnte der Versicherungsschutz also für alle Asylanten umgesetzt werden können. Problematisch könnte aber auch die Kostenfrage sein. Der Jahres(netto)beitrag für eine speziell für Asylbewerber angebotene private Haftpflichtversicherung beläuft sich bei den Beispielen auf 35 Euro je Einzelperson, inklusive Versicherungssteuer also 41,65 Euro. Ohne Beitrag mitversichert sind familienangehörige Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Die Versicherungssumme beläuft sich auf maximal fünf Millionen Euro pauschal für Personen-, Sach- und/oder Vermögensschäden.

Wichtig ist, dass solch einheitlicher Versicherungsschutz für alle Asylanten deutschlandweit vereinbart werden muss, sonst bleiben die Bundesbürger auf derartigen Schäden sitzen.

Deine Meinung ist uns wichtig

*