Vorläufige Kfz-Versicherung häufig nur mit Haftpflichtschutz

Noch nie zuvor war es so einfach, ein Auto zuzulassen. Autokäufer müssen lediglich die Zulassungsstelle aufsuchen. Dort gilt es einen Nachweis dahingehend zu erbringen, dass für das Auto zumindest ein vorläufiger Versicherungsschutz besteht. Zu diesem Zweck setzt man sich zuvor mit einem Versicherer in Verbindung, um dort eine Deckungskarte oder eine EVB-Nummer zu beantragen. Wer Deckungskarte oder EVB-Nummer auf der Zulassungsstelle vorweisen kann, erhält im Regelfall direkt die Zulassung seines Fahrzeugs.

Der vorläufige Versicherungsschutz gilt solange bis ein eigenständiger Versicherungsvertrag zustande kommt. Je schneller die Unterlagen für den Versicherer fertig gemacht werden, desto eher ist das Auto genau so versichert, wie man es sich wünscht. Bis dahin greift lediglich der vorläufige Schutz.

Oftmals handelt es sich hierbei um einen Versicherungsschutz, der lediglich die Kfz-Haftpflicht beeinhaltet bzw. mit dieser verglichen werden kann. Sofern für das Fahrzeug lediglich eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden soll, ist dies überhaupt kein Problem. Anders sieht es aus, wenn ein Kaskoschutz gewünscht ist. Besonders wenn man einen Neuwagen zulässt, wünscht man sich im Regelfall den Schutz einer Vollkaskoversicherung.

Wer den Schutz einer Vollkaskoversicherung wünscht, sollte sich im Vorfeld über den Umfang des vorläufigen Versicherungsschutzes informieren. Sofern dieser in der Tat nur mit dem Schutz einer Kfz-Haftpflichtversicherung vergleichbar ist, besteht eine große Lücke in der Absicherung. Denn sollte das Fahrzeug beschädigt oder zerstört werden, bevor der gewünschte Versicherungsschutz greift, hat der Versicherungsnehmer Pech gehabt: Solange keine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wird, greift deren Schutz noch nicht.

Unglücklicherweise gibt es Leute, die es schon geschafft haben, mit einem frisch zugelassenen Fahrzeug einen Totalschaden zu erleiden. Im Anschluss war der Ärger groß, weil noch kein Kaskoschutz gegolten hat.

Verhindern lässt sich dieses Problem, indem man auf einen vorläufigen Versicherungsschutz mit erweitertem Umfang setzt. Die meisten Versicherer bieten diesen Service auf Nachfrage an, sodass eine Lücke in der Absicherung gar nicht erst entstehen muss.

Kommentare

  1. Frederik G. meint:

    Interessanter Ansatz. Eine Alternative zu den klassischen Versicherungen stellen auch sogenannte Direktversicherer dar. Sie bieten ihre Leistung ausschließlich über das Internet oder per Telefon an, können aber diesen Kostenvorteil an ihre Kunden weitergeben. Im Kostenfall ist der Service ähnlich gut wie bei den traditionellen Anbietern. Ich habe zumindest gute Erfahrungen gemacht.

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