Dieser Haftpflichtsschutz ist beim Car-Sharing geboten

Zunehmend mehr Stadtmenschen verzichten auf eigene Autos. Oft sind die Verkehrswege bzw. die Straßen so sehr verstopft, dass man mit dem Pkw nur langsam vorankommt. Infolge wird auf Autos verzichtet und zugleich auf öffentliche Verkehrsmittel ausgewichen. Auf diese Weise ist man häufig komfortabler unterwegs und spart außerdem Geld.

Doch manchmal geht es nicht ohne Auto. Früher wurde gerne zum klassischen Mietwagen gegriffen, doch seit einigen Jahren erfreut sich das Car-Sharing einer steigenden Beliebtheit. Dieser Begriff ist allerdings unterschiedlich zu interpretieren, es gibt zwei Varianten.

Formen des Car-Sharings

Die erste Variante besteht darin, dass man sich für die Kurzzeitmiete entscheidet. Entsprechende Autovermieter bieten die Autos sehr günstig an, oft wird im Minutentakt abgerechnet. Die Autos müssen nicht immer an dieselbe Mietstation zurückgebracht werden. Teilweise kann man sie an beliebigen Orten oder teilweise auch an Sammelplätzen abstellen.

Bei der zweiten Variante werden Autos von Privatpersonen geliehen. Wer sein Auto augenblicklich nicht benötigt, stellt es anderen Personen zur Verfügung. Hier ist klar, wo das Fahrzeug abgeholt und wieder abgegeben wird. Diese Variante ist vor allem wegen niedriger Kosten sehr intessant.

Weshalb ein Versicherungsschutz wichtig ist

Beim Car-Sharing kann es passieren, dass man in Unfälle gerät bzw. man diese sogar verursacht und somit auch haftet. Schnell stellt sich die Frage, wer die Kosten übernimmt. Der Schaden, den man anderen zugefügt hat, lässt sich über die Haftpflichtversicherung regulieren. Diese ist immer gegeben, sowohl beim kommerziellen als auch beim privaten Anbieter.

Doch gerade beim privaten Anbieter kann es Schwierigkeiten geben. Wenn dieser sein Auto gar nicht gegen Geld vermieten darf (was bei vielen Kfz-Haftpflichtversicherungen sowie auch Kaskoversicherungen der Fall ist) drohen Schwierigkeiten. Womöglich weigert sich der Versicherer, die Kosten zu tragen – vor allem bei der Regulierung von Kaskoschäden.

Außerdem ist oft unklar, was wegen der Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse passiert. Der Fahrer kann hierfür haften, wodurch das Car-Sharing womöglich zu einer teuren Angelegenheit wird. Wer Autos von privat mieten will, sollte sich deshalb vorher dahingehend vergewissern, dass ein ausreichender Haftpflichtschutz besteht. Ansonsten ist es sinnvoller, doch auf die kommerziellen Angebote auszuweichen.

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