Hinweise zum Nutzen der Haftpflichtversicherung bei einer Fehlbetankung

Obwohl es schon aus technischer Sicht gar nicht so leicht ist, ein Auto falsch zu betanken, kommt dies in der Praxis manchmal vor. Man spricht dann von einer Fehlbetankung oder auch Falschbetankung. Leider hat sie schlimme Folge bzw. kann sie das Fahrzeug enorm schädigen, je nach Fahrzeugmodell muss noch nicht einmal der Motor kurz angelassen werden. Folglich kann unter Umständen eine kostspielige Reparatur in der Kfz-Werkstatt fällig werden.

Noch bevor das Auto in der Werkstatt ist kommt häufig die Frage auf, wer die Kosten der Reparatur übernimmt. Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: Zahlen muss die Person, die den Schaden verursacht hat. Aber dies ist den meisten Personen ohnehin klar. Vielmehr interessiert sie, ob der Schaden nicht durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt ist. Hier die wichtigsten Hintergründe dazu:

Regulierung über die Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung schützt den Fahrer vor hohen Kosten. Wenn er beispielsweise einen Unfall verursacht und dadurch ein hoher Sachschaden entsteht, zahlt der Versicherer. Für Personenschäden gilt selbstverständlich dasselbe. Anders sieht es jedoch bei Schäden aus, die am Fahrzeug selbst entstehen: Die Versicherung bietet einen Schutz vor Haftungsansprüchen, die andere geltend machen. Schäden am versicherten Fahrzeug sind daher nicht abgedeckt.

Situation bei der privaten Haftpflichtversicherung

Auf den ersten Blick mag man meinen, die Privathaftpflicht sei in diesem Fall die bessere Anlaufstelle. Allerdings muss auch hier gesagt werden, dass bei einer Fehlbetankung nicht mit einer Kostenerstattung durch den Versicherer zu rechnen ist. Wer sich vertankt bzw. zur falschen Zapfpistole greift, hat schlichtweg Pech gehabt. Immerhin liegt kein typisches Missgeschick vor – stattdessen ist der Schaden beim regulären Gebrauch der Sache eingetreten. Genau hier bietet die private Haftpflicht allerdings keinen Schutz.

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