Mietsachschäden in der Haftpflichtversicherung

Es kann immer mal passieren, dass man unbeabsichtigt das Eigentum anderer Personen beschädigt. Genau aus diesem Grund ist die private Haftpflichtversicherung so wichtig. Schäden können dem Versicherer gemeldet werden, damit dieser einspringt und die Kosten trägt.

Ob der Versicherer eine Entschädigung leistet, hängt maßgeblich davon ab, wo und unter welchen Umständen sich ein Schaden ereignet hat. Eine Besonderheit stellen so genante Mietsachschäden dar. Man spricht von einem Mietsachschaden, wenn ein Objekt beschädigt oder zerstört wurde, welches man gemietet hat.

Dass in solch einer Situation ein Sonderfall vorliegt, hat einen ganz simplen Grund. Normalerweise zahlt der Versicherer nicht, wenn man eigene Sachen beschädigt oder zerstört. Bei gemieteten Sachen ist es wiederum so, dass man nicht über das Eigentum verfügt. Dementsprechend ist in zahlreichen Fällen auch die Kostenübernahme gewährleistet. Zumindest gilt dies für Sachen, die man privat mietet. Werden Sachen hingegen aus gewerblicher Absicht gemietet, ist die Situation eine vollkommen andere. Dann greift der Schutz einer privaten Haftpflichtversicherung nicht. Man müsste dann über eine gewerbliche Haftpflicht verfügen.

Auch die Art der Beschädigung spielt eine wichtige Rolle. In der Praxis kam es schon häufiger zu Streitigkeiten, wenn Schäden auf eine konstante Abnutzung zurückzuführen sind. Diese findet vor allem im Wohnbereich statt. Wer zur Miete wohnt, mietet häufig nicht nur Wohnräume, sondern auch noch viele weitere Dinge, wie zum Beispiel Möbel öder Haushaltsgeräte. An diesen Geräten können ebenfalls Beschädigungen hervorgerufen werden – unter anderem auch durch eine konstante Abnutzung. In solchen Fällen wird die private Haftpflichtversicherung nicht zahlen.

Dies könnte Sie auch interessieren: