Unfall mit geliehenem Auto: Wer die Kosten trägt

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Personen hinter das Steuer fremder Fahrzeuge setzen. Im Alltag kommt dies häufig vor, beispielsweise wen man das neue Auto eines Freundes ausprobiert oder man eine Probefahrt bei einem privaten Verkäufer macht. Aber auch innerhalb der Familie werden Autos gerne ausgeliehen.

Unfälle müssen sich unbedingt dann ereignen, wenn man am Steuer des eigenen Fahrzeugs sitzt. Genauso gut können sie sich mit geliehenen Fahrzeugen ereignen. Wenn es zum Unfall mit einem geliehenem Auto kommt, stellt sich natürlich die Frage, wer die Kosten trägt. Immerhin kann es dabei um sehr stattliche Beträge gehen.

Der Fahrer haftet

Zunächst gilt es zu wissen, dass der Fahrer für sein Handeln verantwortlich ist und daher haftet. Die andere Unfallpartei braucht sich deshalb jedoch nicht zu sorgen: Ihre Haftungsansprüche werden von der Kfz-Haftpflicht abgedeckt. Anders sieht es bei den Ansprüchen aus, die der Fahrzeugeigentümer gegenüber dem Unfallfahrer geltend machen kann. Er kann Schadensersatz verlangen – und das nicht nur für den Schaden, der am eigenen Fahrzeug entstanden ist, sondern auch für die Kosten, die durch eine Zurückstufung der Schadenfreiheitsklasse entstehen.

Wer sich an das Lenkrad eines fremden Fahrzeugs setzt, sollte sich dieser Problematik bewusst sein. Sollte man einen Unfall verursachen, wird es unter Umständen teuer. Infolge ist es umso wichtiger, sich über den Versicherungsschutz zu informieren. Wenn der Fahrzeughalter eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, ist dies zum Beispiel ein sehr großer Vorteil. Immerhin lässt sich das finanzielle Risiko dadurch erheblich senken.

Die private Haftpflichtversicherung zahlt nicht

Mit einer Übernahme der Kosten durch die private Haftpflichtversicherung ist nicht zu rechnen. Die schließt Unfälle, die in Verbindung mit Fahrzeugen stehen, bewusst aus. Nicht umsonst ist im Vertragswerk die so genannte Benzinklausel festgehalten.

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