Wann die Haftpflicht bei beschädigter Brille zahlt

Die private Haftpflichtversicherung schließt man nicht grundlos ab. Wenn man unabsichtlich das Eigentum anderer Personen beschädigt, springt der Versicherer ein und trägt die Kosten. Die Versicherungsnehmer sind sich dieser Tatsache natürlich bewusst, weshalb bei den Versicherern nahezu täglich mehrere tausend Schadensmeldungen eingehen.

Besonders häufig werden beschädigte Brillen gemeldet. Hierbei handelt es sich schon fast um einen Klassiker. Ein Bekannter tritt versehentlich auf eine Brille oder setzt sich unabsichtlich darauf, wodurch die Brille beschädigt oder sogar zerstört wird. Infolge ist eine kostspielige Reparatur fällig oder es muss sogar eine neue Brille angeschafft werden. Ob es sich dabei um eine Lesebrille oder Sonnenbrille handelt, ist im Grunde zweitrangig. Es ist ein Schaden entstanden, der reguliert werden muss.

Die private Haftpflichtversicherung zahlt

In solch einer Situation liegt ein Schadensfall vor. Der Haftpflichtversicherer ist dazu angehalten, eine Entschädigungsleistung zu zahlen. Im Grunde muss der Verursacher, der zugleich Versicherungsnehmer ist, lediglich eine Schadensmeldung bei seinem Versicherer einreichen. Der Versicherer wird sich dann später mit dem Opfer in Verbindung setzen und die Entschädigungsleistung auszahlen.

Wo die Fallstricke liegen

Es sollte jedoch bedacht werden, dass einige Fallstricke liegen. Leider kommt es häufiger vor, dass Personen die private Haftpflichtversicherung missbrauchen und Schadensfälle melden, die sie an ihrem Eigentum selbst verursacht haben. Es wird versucht, den Schaden über Freunde zu regulieren. Dies ist jedoch Versicherungsbetrug. Um sich hiervor zu schützen, senden die Versicherer ihre Inspektoren aus. Diese nehmen meist direkt vor Ort eine Begutachtung des beschädigten Objekts vor.

Außerdem ist damit zu rechnen, dass der Versicherer bzw. die private Haftpflichtversicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den vollen Wert der Brille erstatten wird – zumindest nicht den Neuwert. Sofern Spuren der Abnutzung (Am Brillengestell oder den Brillengläsern) zu erkennen sind, wird oftmals eine Wertminderung angesetzt. Es findet bewusst keine Neupreisentschädigung statt – diese Art der Entschädigung verkörpert eine Ausnahme. Außerdem kann es je nach Tarif natürlich vorkommen, dass der Verursacher einen Selbstbehalt zu leisten hat.

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